Dorfbaum
42 (Fortsetzung von vorhergehender Seite) Was hat bei dir vor dem ersten Spiel überwogen, die Vorfreude oder die Nervosität? Das waren schon gemischte Gefühle. Ich hätte mich natürlich wohler gefühlt, wäre ich in körperlicher Topform gewesen, hätte ich zu 100 Prozent trainiere können. Dann weiß man auch, was man selber von einem erwarten kann. Ic trainiere zwar manchmal im Training mit, aber das ist etwas anderes, als wenn man stets Vollgas geben kann. Die Verletzungen, die ich hatte, das ist nich ohne, da muss man aufpassen, dass nichts passiert. Aber mit anderen Tugen- den kann man das teilweise ausgleichen. Hast du seither dein Training intensiviert? Ja, natürlich, ich habe dann voll mit der Mannschaft trai- niert.Wir brauchen ja generell immer zwei Torhüter imTrai- ning. Ich habe mich davor immer um Basti (Maier) und Pa- trik (Neumayer) gekümmert und selber fast nicht trainiert. Mit Ritch (Maierhofer) habe ich aber bereits früher darüber gesprochen, dass ich im Fall der Fälle vorbereitet bin und einspringen kann, und so ist es dann auch gewesen. Wer war denn dann zuletzt zweiter Torhüter im Training, da die beiden anderen verletzt waren? Leider niemand, da mussten wir die letzten Wochen dann schon ein wenig improvisieren bei der Trainingsgestaltung. Wann wird denn die # 21 Maier wieder fit werden (Anm.: Das Interview wurde nach dem Spiel gegen Geretsried geführt, auch die Woche darauf in Schwabmünchen war Sebastian noch nicht einsatzfähig)? Ich hoffe bald. Jeder weiß, was Fußball für ihn bedeutet, mit seiner Emotiona- lität, und was er für den Verein schon gebracht und welche Erfolge er bereit gefeiert hat. Es ist schön, dass ich nach drei Jahren ohne Spielpraxis noch so helfen konnte, und dass wir gewinnen konnten, vielleicht kann das auch ein Impuls für andere Spieler sein. Dass sie sehen, man muss immer weiter ma chen und das Beste auf dem Platz lassen. Aber es ist natürlich gut, wenn e wieder zwischen den Pfosten steht. DI E REDAKT ION Dorfbuam gegr. 1968
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